
"Das ist das wohl sympathischste Turnier der Saison" beschrieb Malte von den Baltimates das Turnier in seiner Siegerrede in Emden. Den Satz unterschreiben wir alle gerne. Vor allem die nette Gastfreundlichkeit von Dieter und Doris, sowie der geballte Charme Ostfrieslands fanden großen Anklang. Letztendlich wurde es doch noch ein Hallenturnier am 1. und 2. Oktober, während draußen bei gefühlten 28°C der Sommer ein zweites Mal begann.
DiscBuster, unsere 'kleinen' UFO's, und die älteren traten also am Samstag morgen mit zwei Mannschaften an. Das erste Spiel DiscBuster vs. Du bist Frisbee verlief zu Anfang recht offen, auf beiden Seiten waren Unklarheiten gegenüber dem Spielmodus 'Continues Play'. Bei der Spielweise wird, anders als bei normalem Ultimate Frisbee, nach einem Punkt direkt weiter gespielt und auf einen Anwurf verzichtet. Dadurch ist es schwierig, während des laufenden Spiels die Taktiken zu ändern, weil keine Zeit zwischen Punkt und neuem Anwurf ist. Deswegen nahm unsere Mannschaft und Du bist Frisbee relativ früh ein Timeout, um ein paar Dinge zu besprechen. Das hatte sich gelohnt, Endstand 12:9 für uns. Unterdessen reiste UFO inklusive Pick-up Götz an. Thorsten von den Friesengeistern, Nikki und später auch Torben spielten bei uns mit und so gewannen wir mit 13:8 das Vorrundenspiel gegen die Funaten.
Nach einem tollen Frühstück lautete das nächstes Spiel DiscBuster gegen Blue Flippers. Überraschender Weise war auch dieses Spiel ausgeglichen, womit DiscBuster auf Grund seiner geringeren Spielerfahrung nicht gerechnet hatte. Anna aus Beckum, zeitweise Julia und der Rest der Mannschaft ließen den Gegner laufen und 'handleten' entspannt die Scheibe in die Endzone, bis es 8:8 stand. Die Blue Flippers hatten die Offense, spielen ihre Größe aus, warfen einen Overhead in die Endzone und machten den letzten Punkt. Direkt im Anschluss holte UFO sich den 2. Sieg im Spiel gegen die Gastgeber Friesengeister mit 14:9. Wir spielten meistens bis zur Hälfte des Feldes eine ruhige Offense und danach einen Overhead auf Chris. So richtig wollten wir uns an die Halle nicht gewöhnen...
Die Altgeister kamen im für uns 3. Vorrundenspiel nicht mit unserer immer gleichbleibenden Zone zurecht. 2 Marker, die die Seiten aufmachten und 2 Wings, die inside-Würfe und ähnliches verhinderten sowie Chris in der Endzone, der fast jeden Overhead der Altgeister abfing, bildeten die starke Zone. Des Weiteren hatten die Altgeister vermutlich viele Dinge bezüglich der Organisation des Turniers im Kopf, so dass manchmal die Konzentration fehlte. Endstand 15:6. Um ca. 16Uhr starteten wir in das letzte Spiel. Vorher hat Dieter uns noch ein paar Pizzabrötchen geschenkt, mal sehen, ob die uns helfen. Die Bonobos waren die Gegner des Spiels. Ziemlich laufintensiv und spannend gestaltete es sich. Gegen Ende des Spiels hatten die Scorenehmer den Bonobos einen Punkt zu viel gegeben, so dass es 12:11 für sie stand. Nach 5 Minuten der Diskussion und Bangen um unseren 4. Sieg des Tages sahen alle doch ein, dass dies ein unglücklicher Fehler war. Als wieder der Gleichstand 11:11 auf dem Board war, gelang uns der entscheidende und letzte Punkt. Sieg und Ende des ersten Turniertags für UFO.
Nach einer Wartezeit von elf Spielen kam nun auch DiscBuster am späten Nachmittag wieder zum Zug. Baltimate erwies sich als starker und meist überlegener Gegner, was man an der Größe der Spieler und den sehr sicheren Spielzügen erkennen konnte. Trotzdem schenkte DiscBuster keine Punkte her und kämpfte tapfer bis zum Endstand 7:16. Nur ein Spiel danach trat DiscBuster wieder in Erscheinung gegen die Traumfänger. Hier war schnell klar, dass unsere Mannschaft die Überlegene war. Sobald wir die Offense hatten, warfen wir zügig und kontrolliert Pässe, die sicher in der Endzone ankamen, währenddessen die Traumfänger viele Scheiben verwarfen. Nach dem Spiel gegen Baltimate erkämpfte sich DiscBuster seine Position zurück, gewann verdient mit 11:5 und genoss zur Entspannung noch ein bisschen die Sonne.
Es wurde schnell geduscht, um möglichst bald zu Abend zu essen, doch daraus wurde nichts. Alle angekommen, saß jedes Team an einem eigenen Tisch und fast jeder starrte gen Buffet. FriesenFrank ließ sich ein Quiz einfallen zur Entlastung des Essenauftragens. Bei richtiger Beantwortung einer Frage konnte sich das schnellste Tisch-Team Essen auftischen. UFO und DiscBuster versagten auf ganzer Linie. Während manche schon genüsslich das Essen des Caterings verspeisten, gelang es uns nicht, auch nur eine Frage am schnellsten zu beantworten. Die Gesichter wurden länger, die Mägen hingen tiefer. Als aller letzte waren wir mit dem Essen dran. Dieses Prozedere dauerte über eine Stunde. Oh Gott! Zusätzlich warben die Friesengeister mit aus dem letzten Jahr liegen gebliebenen Lost&Found Sachen, die versteigert wurden. Dabei erstand Kai eine Bierfahne und Chris eine Trainingshose. Ein DJ versuchte, die Stimmung auf Party umzuschwenken, was nach ein paar Anfangsschwierigkeiten gut funktionierte und ordentlich Friesengeist ging über Dieters Theke. Glücklicherweise blieb die Polonaise in der Schlafhalle dieses Jahr aus ;-)
Sonntag morgen fanden die letzten Vorrundenspiele statt. Für DiscBuster verlief das Spiel gegen die Einceller erfolgreich mit 14:6. Die beiden jüngsten Mannschaften des Turniers bestritten also das erste Spiel des Tages. Sie waren an diesem Morgen wohl auch die Fittesten. Dagegen plante UFO im halbwachen Zustand genauestens seine Taktiken gegen Rotatoes Potatoes, um den Verlust von zwei Spielern, Kai und Götz, zu kompensieren. Wir stellten uns auf härtere Spiele ein. War eigentlich gar nicht nötig, da wir wissen, was wir können. So auch im letzten Vorrundenspiel gegen die Braunschweiger, die wir durch präzise Overheads und unserer Zone mit 13:5 besiegten.
In der Zwischenrunde versuchte sich auch DiscBuster an Rotatoes Potatoes. Lauftechnisch gesehen waren sie uns überlegen und gewannen 11:6. Unbesiegt verließ UFO sein Spiel gegen Blue Flippers mit 14:7. FINALE. Wir waren euphorisiert und gleichzeitig etwas geschwächt von der Nacht. Zuvor kämpfte DiscBuster um Platz 7, den sie leider an die Funaten mit 5:6 gaben. Wie die Spiele davor auch zunächst ein offenes Spiel, knapp verloren aber trotzdem können sie stolz auf die Leistung sein, die sie von sich abverlangt haben. In unserem Finalspiel gegen Baltimate fanden wir nicht richtig zusammen, diskutierten im laufenden Spiel und konnten das, was wir vorher ruhig und sicher gespielt haben, nicht abrufen. Also gewann Baltimate 9:5.
Ein tolles Turnier geht zu Ende, wir sind trotzdem etwas braun geworden und freuen uns schon auf die 7. Weltgeisterschaft.


